Montag, 11. Juni 2018

Hochzeitsfeier in Moyo Mucuru


Wir sind noch keine zwei Jahre in Mosambik, doch waren wir schon zu etlichen Hochzeiten eingeladen und weitere folgen in den nächsten Wochen.  Am vergangenen Samstag durfte ich die Tochter von unserem Koch trauen.




Direkt nach der Trauung (= Teil des Gottesdienstes) wird der Kuchen feierlich angeschnitten und einige ausgewählte Personen dürfen ein kleines Stück probieren  - er schmeckte echt lecker. Ihr dürft aber nur einmal raten, wer den gemacht hatte.Wer wohl???

Während wir im Gottesdienst waren, wurde in Moyo Mucuru fleissig gearbeitet:


Jugendliche der Gemeinde kochen am Feuer


Unsere Frauen von Moyo Mucuru sind am schneiden ...

Vor dem Essen wurden noch einige Bilder von Eva und Zacarias auf
unserem schönen Moyo Mucuru Gelände gemacht.


Endlich war es dann soweit!


Um 15.00 Uhr konnten sich die Hochzeitsgäste zum "Mittagessen" anstellen - hier in Afrika wird der Zeitplan so gut wie nie eingehalten. Das stört aber niemanden und auch wir Europäer gewöhnen uns mehr und mehr daran.

Nudeln, Reis, Salate und Fleisch - ist das nicht herrlich?

Feijão maluco - verrückte Bohnen

 

Vor kurzem kamen einige Kinder und kratzten sich überall am Körper. Sie waren mit der Pflanze (siehe Bild) in Berührung gekommen. Das Zeug juckt fürchterlich und im Klassenzimmer verbreitete es (es ist wie Staub) sich weiter aus. Die Mädchen haben sich dann im Kiosk aufgehalten, mit fast keinen Kleidern mehr auf dem Leib, und die Jungs im Sekretariat. Abhilfe schaffen kann man, indem sich wäscht und andere Kleider anzieht. Die Kinder haben sich fürchterlich gekratzt und dabei gejammert. Um keine weitere Unruhe aufkommen zu lassen fuhren wir die Kinder, welche davon betroffen waren, nach Hause und erklärten den Eltern den Sachverhalt. Auf der Heimfahrt hat sich dann keiner mehr gekratzt, was unsere Annahme verstärkte, dass sie absichtlich mit der feijão maluco in Berührung gekommen sind, damit sie den Unterricht schwänzen können. Das gibt es hier auch! Ich meinte dann (eher im Spass): Jetzt können wir ja wieder umdrehen und zum Unterricht gehen. Damit waren sie aber nicht einverstanden. Ich denke aber, dass die Schüler sich in Zukunft von der Pflanze fernhalten werden!



Dienstag, 22. Mai 2018

Besuch in Chihororwe

Am vergangenen Sonntag besuchten wir zusammen mit einem jungen Eheapaar und dem Chorleiter unserer Jugend eine Gemeinde, die vor ca. 2 Monaten begonnen hat. Die Gemeinde befindet sich in einem Dorf mit dem unaussprechlichem Namen Chihororwe. In der Nähe unserer Nachbarstadt Gondola bogen wir von der Hauptstrasse ab und fuhren dann noch ca. 35 Minuten mit dem Auto auf einer Erdstrasse. Das ist auch Mosambik, jedoch eine ganz andere Welt (ein anderes Leben) als in Chimoio - kein Strom, kein sauberes Wasser in der Nähe der Hütte .... Hier einige Eindrücke:



Die Gemeinde versammelt sich unter einem Baum.


Auch unter freiem Himmel kann man Gott preisen!




Markus in Aktion mit seinem Übersetzer - er hält eine Pfingstpredigt


Die Frauen und Kinder sitzen auf dem Boden und hören zu.


lll


Unsere Begleiter aus Chimoio - singend in Aktion


Wir sind zu Essen eingeladen und überbrücken die Zeit mit Gesprächen.


Kochen ist hier nicht so einfach wie in Europa - wie bei den Royal Rangers,
jedoch nicht nur in den Ferien, sondern immer - das ist ein grosser Unterschied.


Die Frauen essen für sich - zuerst werden aber die Männer bedient.


Andrea darf als Gast bei den Männern bzw. bei ihrem Mann sitzen - die
Gasfreundschaft ist einfach überwältigend!