Montag, 25. September 2017

Beerdigung in Gondola

Vor gut ca. 10 Tagen verstarb der Sohn unseres Superintendenten im Alter von 37 Jahren - er war einige Wochen krank. Als Familienvater hinterlässt er 4 noch relativ kleine Kinder. Der Tod ist hier in Mosambik viel näher als in Europa. Ca. 500 Trauergäste versammelten sich auf dem Grundstück unseres Superintendenten, wo die Trauerfeier stattfand. Danach ging es dann zu Fuss zum Friedhof. Nach der Beisetzung auf dem Friedhof, wurden dann alle vor dem Haus der Trauerfamilie mit einem Essen verköstigt - das ist für die Familie ein grosser finanzieller Kraftakt - jedoch darauf zu verzichten ist kulturell nicht möglich.


 

Nach der Trauerfeier fragten mich einige betreffs "boleia" (Mitfahrgelegenheit). Ich dachte ich nehme 10 Leute mit - 6 vorne und 5 hinten im Kofferraum. Unsere Hillux ist ja nur ein 5-Sitzer. Als ich die Klappe vom Kofferraum aufmachte sprangen (so schnell konnte ich gar nicht schauen) eine ganze Reihe von Leuten in den Kofferraum, die ich nicht kannte und die mich auch nicht gefragt hatten, ob sie mitfahren dürften. Es ging nicht einmal mehr die Klappe zu. Ich erklärte ihnen, dass ich so nicht fahren könne, da das viel zu gefährlich ist. So mussten einige wieder aussteigen und bis zur nächsten Chapahaltestelle laufen. Trotz der Reduzierung der Passagiere fuhren wir völlig überladen zurück nach Chimoio - beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger, wenn ich die Kofferraumklappe öffne.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.