Freitag, 27. April 2018

Kindersegnung in Trangapasso

In unserer Gemeinde werden zwei Arten von Kindersegnungen praktiziert. Ein Kind wird am Sonntag im Gottesdienst gesegnet, so ähnlich wie wir das von Europa kennen oder es findet an einem Samstag ein extra Gottesdienst statt, wo eine Kollekte für das Kind einegesammelt wird sowie Geschenke gebracht werden. Anschliessend sind alle zum Essen eingeladen. Am 14. April erlebten wir so ein Fest an einem Samstag.


Wir holten die Familie ab mit ihren ganzen Utensilien (Töpfe, Teller, Essen....). Um ca. 8.40 Uhr waren wir am Gemeindehaus. Der Gottesdienst sollte um 9.00 Uhr beginnen. Doch zuerst wurde Feuer gemacht.



Die Fische wurden ausgenommen und fürs Braten vorbereitet.


Dann wurde mit dem Kochen begonnen - wie bei den Royal Rangers.


Da aufgrund des starken Regens die Toilette eingestürzt war , musste noch 
schnell eine neues WC gebaut werden.


 Wer nichts zu tun hatte, wartete - in Afrika hat man ja Zeit.

 

Um 10.00 Uhr kam der Hauptpastor dann zum Gemeindehaus  und meinte, er müsse mit mir noch den Gottesdienst besprechen - ich war aber nicht eingeteilt. Er meinte, dass einer die Segnung machen soll und der andere die Predigt. Gerne hätte er, dass ich die Predigt übernehme. Eine Predigt bei so einem speziellen Anlass, ohne Vorbereitung und dann noch in einer fremden Sprache - du liebe Zeit! Normal bereite ich mich gut vor und schreibe ein Predigtkonzept. Nach kurzem Überlegen sagte ich JA - man muss ja was wagen - meine Frau meinte hinterher, es wäre ganz gut gewesen - das ist doch ein tolles Kompliment.


Um 10.40 Uhr begann dann endlich der Gottesdienst. Tanzend wurde das Kind bei der Segnung den Eltern übergeben und dabei öfters in die Luft geworfen. Wenn das ein europäischer Kinderarzt sehen würde, würde das sicher bei ihm eine Krise auslösen.


Hier ist das Ehepaar mit dem Kind während der Segnung. Das Kind heisst Esperança (Hoffnung / Warten) - davon haben wir schon berichtet.



Nach dem Gottesdienst wird dann gegessen - die Leiter und ihre Frauen
werden (wie immer) zuerst bedient.

Danach ging es wieder nach Hause - leider haben wir nie genug Platz für Mensch und Material.
Es war ein sehr schöner Tag mit so mancherlei neuer Erfahrung!



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