Sonntag, 16. Dezember 2018

Herausforderungen afrikanischer Gemeinden

Heute waren wir nach längere Zeit mal wieder in unserer Stationsgemeinde (Zona) in Gondola. Es waren viele Kinder im Gottesdienst jedoch nur wenige Erwachsene, da im Moment die Zeit ist, wo die Leute ihre Äcker (Maschambas) bewirtschaften müssen. Momentan ist das Wetter ideal: Einige Regentage wechseln sich mit Sonnentagen ab. Da oft die Felder weit entfernt von den Wohnorten sich befinden, übernachten viele in provisorischen Behausungen auf den Maschambas.
 
 
Schön ist, dass die Kinder auch ohne ihre Eltern zum Gottesdienst kommen. Da passen die älteren Kinder auf die jüngeren Kinder auf - in Mosambik sind die Kinder oft sich selber überlassen. Für Europa sehr gewöhnungsbedürftig, doch hier scheint das irgendwie ganz gut zu funktionieren.
 
 
Mit grossem Einsatz sangen die Kinder 3 Lieder im Gottesdienst. Ich versuchte in meiner Predigt die Kinder mit einzubeziehen und fragte sie, was für ein Fest wir bald haben - Weihnachten war die Antwort, nach einigem Zögern. Viele Pastoren gehen in der Adventszeit nicht auf die Advents- und Weihnachtsbotschaft ein - das ist sehr schade. Ich versuche da etwas Abhilfe zu schaffen.
 
 
Als wir zum Gottesdienst kamen, fragte mich der Leiter vor Ort, ob ich nicht auch ein Kind segnen würde - das mach ich immer gern und dass man das hier oft spontan machen muss, darin habe ich ja auch langsam Übung. Anapaula Manuel Vasco heisst die kleine Dame, die ich heute segnen durfte.
 
 
 
 
Nach dem Gottesdienst gab es das traditionelle mosambikanische Getränk "Maheo" - hergestellt aus Maismehl und Zucker - schmeckt echt gut.
 
 
Das ist Pedro - der Leiter der Gemeinde - er ist gesundheitlich angeschlagen - er hat Diabetes. In Europa gibt es für Diabetiker viele Möglichkeiten sich gut zu ernähren - hier in Mosambik ist das sehr schwierig.
 
 
Eine grosser Herausforderung sind die Kirchengebäude. Diese Lehmkirche wurde vor knapp 2 Jahren gebaut. Jetzt, im zweiten Jahr der Regenzeit, ist das Dach undicht und die Bambusstäbe (Dachunterkonstruktion) hängen ziemlich durch. Mit alten Chapas (Blechen) und Steinen haben sie provisorisch nachgeholfen - so sind die Gemeinden ständig am bauen bzw. improvisieren, da es ja meistens auch an Finanzen fehlt. Trotzdem feiern sie fröhlich ihre Gottesdienste - da können wir viel von ihnen lernen.
 
 
 
 


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