Montag, 1. April 2019

Hilfstransport nach Beira

Am vergangenen Samstag bin ich mit meinem Sohn Jonas, der gerade zu Besuch bei uns ist, und drei Mitarbeitern von unserer Schule nach Beira gefahren. Im Vorfeld hatten wir eine Liste zusammengestellt, wer von unseren Mitarbeitern nahe Verwandte in Beira hat (Eltern oder Geschwister). So kam eine Liste von 22 Familien zusammen. Während der vergangenen Woche kauften wir für jede Familie: Ein Sack Reis, 5 Liter Öl, Bohnen, eine Plane, eine Decke, Malariatabletten, ein Feuerzeug, einen Kochtopf, zwei Taschen mit Kleidung sowie ein Mittel, um Wasser von Keimen zu reinigen.

Hier einige Bilder:

Fleissige Helfer tragen die Säcke zum Auto


Unsere Hillux wird von Jonas beladen. Auch das Fach auf dem Dach wird aufgefüllt.

Einige Bilder von unterwegs:


Am Samstagmorgen um 5.00 Uhr fuhren wir los. Es war nicht viel Verkehr und wir kamen gut voran, obwohl wir mit dem Gewicht nicht schneller als 80 km/h fuhren.


An einigen Stellen wurden die Brücken weggeschwemmt. Auf die Schnelle wurde eine provisorische Strasse (einspurig) gebaut. Bei der Rückfahrt mussten wir ca. 45 Minuten warten, jedoch bei der Hinfahrt kamen wir ohne Zwischenstopp durch.



Östlich von Nhamatanda ist nun ein grosser, kilometerlanger See. Dort wo die Menschen sonst auf den Feldern arbeiten sind nun einige mit Booten unterwegs. Teile der Stadt Nhamatanda und auch einige Dörfer stehen immer noch unter Wasser. Das Wasser fängt schon an zu stinken - die Seuchengefahr ist ziemlich gross.



Der Sturm und das Wasser hatten eine  ungeheure Wucht, so dass Teile der neuen
Strasse und einige Brücken einfach weggeschwemmt wurden.



An verschiedenen Stellen haben Hilfsorganisationen Zelte aufgestellt,
für die Menschen, die ihre Häuser verloren haben.


In Beira angekommen besuchten wir zuerst die Familie von zwei unserer Mitarbeitern.


Das Haus des Bruders ist ziemlich vom Sturm mitgenommen. Unser Mitarbeiter Castiano hat diese Woche Ferien und wird seinem Bruder beim Wiederaufbau helfen. Wir haben ihm etwas Geld dafür dagelassen.



Die Verwandten wurden informiert, dass sie zu einem geschützten Platz in Beira 
kommen sollten, um die Gaben in Empfang zu nehmen.



Auf einer Mauer nahmen alle Platz und warteten bis wir alles vorbereitet hatten.



Unser Team war fleissig dabei alles gerecht aufzuteilen. Hier wurden Kleider aus
einem Kleiderballen in kleinere Säcke verteilt.


Jonas schneidet die Planen zurecht.


Nachdem alle Rationen eingeteilt waren, wurde jede Familie gemäss Liste 
aufgerufen und durfte ihre Sachen in Empfang nehmen.


Hier seht ihr eine Familie, die ihre Sachen empfangen hat.


Nach dem Empfang wird noch auf der Liste unterschrieben, damit alles seine Richtigkeit hat.


Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Onkel von
unserem Mitarbeiter Verniz am Stadtrand von Beira.


Er war gerade dabei seine Kirche wieder provisorisch für den Sonntagsgottesdienst zu reparieren.
Wir haben ihm eine Plane dagelassen, damit sie zumindest Schatten während
dem Gottesdienst haben.


Die Empfänger der Gaben bedanken sich ganz herzlich bei
allen Spendern in Deutschland und der Schweiz.


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