Dienstag, 26. November 2019

Umweltbewusstsein - in Mosambik noch ein Fremdwort

Es ist üblich, dass die Leute ihren Müll einfach wegwerfen. Auf ihrem Grundstück, wenn überhaupt, wird der Müll zusammengekehrt und auf die Strasse bzw. an den Strassenrand gekehrt, wo ihn dann der Wind verstreut. Wenn dann zu viel Müll liegt, wird er einfach am Strassenrand angezündet: Papier, Plastik, alte Batterien.... Auf unserem Grundstück haben wir eigentlich einen zentralen Müllplatz, wo der Müll verbrannt wird, doch mehr uns mehr breitet sich der Müll auch da aus. Meine Afrikaner haben da einfach keinen Blick dafür - ich möchte die Hoffnung für Besserung nicht  bzw. noch nicht aufgeben. 


Da wir ja auch das Landwirtschaftsprojekt gestartet
 haben muss das einfach anders werden.


Unserem Hausmeister erklärte ich, dass es ja auch
für seine Ziegen nicht gesund ist, wenn sie
den Müll fressen.


Deshalb habe ich beschlossen eine Mauer zu bauen,
wo der Müll verbrannt werden soll- nur dort!


Durch die Mauer ist klar eingegrenzt, wo der Müll
nur noch sein darf und der Wind verteilt ihn
nicht mehr überall.


Damit die Mauer auch feuerbeständig ist, haben wir sie noch verputzt. Nun wird das Grundstück vom Müll gesäubert und dann nur noch an dieser Stelle gelagert und verbrannt. Das entspricht noch in keiner Weise europäischen Standart, doch ist das für uns ein grosser Fortschritt. Viele verstehen meinen Ordnungssinn nicht, denn die meisten unserer Mosambikaner stören sich nicht daran, wenn überall Müll herumliegt und die kleinen Kinder noch damit spielen.




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