Montag, 26. Dezember 2016

Kleine Mitarbeiterfeier am letzten Arbeitstag

Am 15. Dezember verabschiedeten wir unsere Mitarbeiter in die Ferien. Die Wächter und auch wir dürfen aber weiterarbeiten - das Gelände muss bewacht werden und es gibt einiges vorzubereiten, bis am 9. Januar alle wieder voll motiviert (hoffentlich) einsteigen.

Wir spielten "Reise nach Jerusalem"

Irmão Santos ist ein Mann der ersten Stunde - er wurde für seine 20 jährige Mitarbeit geehrt.







Zum  Abschluss bekam jeder einen kleinen Sack Reis und eine Flasche Öl als Weihnachtgeschenk. Spontan sangen sie noch einige Lieder und hielten einige Dankesreden. Ein Mitarbeiter berichtete, dass er während der Zeit als Mitarbeiter in Moyo Mucuru näher zu Gott gekommen ist - solche Aussagen machen unser Herz froh - das wollen wir erleben!


Nosso culto

Täglich beginnen wir um 6.30 Uhr den Arbeitstag mit einem Gottesdienst (ca. 30 Minuten) - es ist schön, so den Tag so zu beginnen. Manchmal wird schon am frühen Morgen im Lobpreis getanzt. Wäre das auch was für dich bzw. euch?






Designação

Am 13. Dezember war die offizielle Stabübergabe. Thomas Halstenberg, der Leiter der Velberter Mission, war extra dazu angereist. Gemeinsam mit unsern Mitarbeitern, ihren Ehepartnern, den Pastoren der Region und offiziellen Vertretern (z.B. dem Líder de Bairro - das ist sozusagen der "Häuptling" von unserem Stadtbezirk) feierten wir ein Fest.

Ein Blick in den Festsaal mit ca. 150 Gästen. Im vorderen Bereich - auf der Bühne -  sassen die Ehrengäste und unten das "normale" Volk. Die Unterteilung mögen wir überhaupt nicht, doch ist das hier besonders wichtig.

Die "gewöhnlichen Gäste"


Die Ehrengäste

Unser Vorgänger, Pastor Rüdiger Wied, schaut zurück auf fast 20 Jahre Moyo Mucuru und überreicht uns ein grosses Herz (=Moyo Mucuru) - Chimoio bedeutet kleines Herz. Das kleine Herz, Chimoio, soll viel von Gottes grossem Herz erfahren.


Der Lobpreis wurde von unserer "Moyo-Mucuru-Band" unter der Leitung unserer Missionarin Michaela Klotz gestaltet. Diese wurde extra für diesen Einsatz ins Leben gerufen und wird hoffentlich noch öfters zum Einsatz kommen.




Pastor Chimo, einer der leitenden Pastoren unserer Region, führte die offizeille Einsetzung durch.


Er sprach in Schona und wurde dann von einem Pastor übersetzt - die Gottesdienste in unserer Region werden gewöhnlich zweisprachig durchgeführt.






Natürlich durfte/musste der neue Leiter eine Antrittsrede halten - ohne das geht es in Mosambik gar nicht und auch einige Worte seiner Frau (mãe Andrea - so wird sie hier liebevoll genannt) durften nicht fehlen.





Kein afrikanisches Fest ohne Tanz - das ist einfach herrlich - ich würde mir dabei die Füsse verknoten.


Was wäre ein Fest ohne Festessen - da steht man gerne beim Buffet an!!!

Dienstag, 15. November 2016

Fast wie Weihnachten!



Von unseren 13 Kisten sind 12 angekommen. Die letzte wird schon auch noch kommen! Geduld ... :)

Unsere zweiwelligen Kisten wurden ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen, aber graças a Deus, mein Thermomix hat es gut überstanden. Nur etwas Porzellan ging in die Brüche.




Für umgerechnet 10 Fr. konnten wir diesen LKW mit Fahrer mieten, der unsere Kisten auf die Missionsstation brachte.
Da die Pakete nicht zu DHL kamen, sondern zur Post, mussten wir noch Depotgebühren bezahlen. Das ist einfach verdientes Geld! (ca. 170 Fr.)

Dafür war der Zoll mit uns gnädig. Für ca. 50 Fr. konnten wir alles einführen.




Am Sonntag waren wir in einer Dorfgemeinde im Gottesdienst. Markus hielt seine erste Predigt in portugiesisch, was fürs erste Mal ganz gut war. Der  Gottesdienst ging fast 5 Stunden. Als mãe (Mutter) wird man hier sehr geehrt. Ich bekam eine Capulana (Tuch zum Umwickeln) geschenkt und wurde herzlich willkommen geheissen.





Sonntag, 23. Oktober 2016

Weitere Impressionen aus Maputo

Wenn wir so in der Stadt unterwegs sind, ist es schon eigenartig, dass der Kommunismus immer noch in Form von Strassennamen present ist. Die ehemalige kommusistische Partei Frelimo ist ja auch noch immer an der Macht, auch wenn sie ihr äusseres Erscheinungsbild geändert hat - vergleichbar mit der SED in der DDR, aus der die PDS wurde und jetzt die Linke heisst.

Hier ein paar Strassenschilder:



Bei all dem Lernen sind die Gemeindebesuche eine willkommene Abwechslung. In Maputo können wir einfach an den Gottesdiensten teilnehmen, ohne dass von uns erwartet wird zu predigen oder sonst einen Beitrag einzubringen. Die Gottesdienste sind auch eine gute Übung, um unsere Ohren an das afrikanische portugiesisch zu gewöhnen. Hier in der Hauptstadt gibt es unterschiedliche Gemeinden, so dass wir ganz unterschiedliche Gottesdienst bzw. Gottesdienstformen erleben konnten. Hier ein paar Bilder aus einer kleineren Baptistengemeinde, die uns sehr gefallen hat.

 Es gibt hier auch sehr grosse Gemeinden, wie die Assembleia de Deus an einer grossen Verkehrsstrasse (Avenida Eduardo Mondlane), aber auch viele grosse Moscheen. Das Zusammnleben von Musilme, Christen und andren scheint hier ziemlich reibungslos zu funktionieren.


Vor einigen Tagen sind wir ziemlich erschrocken, als bei Nacht plötzlich Schüsse aus einem Maschinengewehr hörten. Die Polizei jagte einen Räuber und eröffnete das Feuer auf ihn und tötete ihn. Das Auto, das er fuhr knallte dann auf eine Mauer und brannte völlig aus. Unser Lehrer meinte am nächsten Tag, dass die Polzei recht schnell zur Waffe greift und gleich das Maschinengewehr benutzt - der Wert eines Menschen hat in Afrika keinen grossen Wert - wir sind so froh, dass das bei Gott anders ist.

Nun ist schon die letzte Woche in Maputo angebrochen. Wir haben noch drei Tage Unterricht und werden am 27. und 28. Oktober mit den wichtigsten "Persönlichkeiten" unserer Gemeindebewegung bekanntgemacht. Danach geht es zurück nach Chimoo und die heisse Phase der Einarbeitung in in die Zentrumsleitung beginnt.

Samstag, 1. Oktober 2016

Rauchzeichen


Habt ihr unser Rauchzeichen gesehen? :))

Seit wir hier in Maputo angekommen sind, rauchen unsere Köpfe vor lauter Lernen. Am 06.09. sind wir nach Maputo geflogen. Wir sind hier in einem Gästehaus beherbergt und haben es richtig gut. Morgens kommt unser Privatlehrer und nachmittags machen wir dann Hausaufgaben. Aber zwischendurch gehen wir auch eine Runde spazieren, damit wir nicht einrosten und dann wieder besser lernen können.

Wir sind schon einige Kilometer durch Maputo gegangen und haben allerhand gesehen. So z.B. die schönen Häuser hier mit Blick auf das Meer. Dort wohnen die Reichen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist schon extrem!

Hier gibt es wirklich tolle Gebäude, so auch der Bahnhof (unten auf dem Bild).

Aber dann gibt es da auch überall Müll. Jeder lässt seinen Müll halt irgendwo fallen. Und selbst wenn er im Container landet, wird er von den Armen durchwühlt und liegt dann wieder herum. Der Wind tut dann auch noch Seines dazu und verteilt ihn.

Die Stadt wäre um einiges schöner ohne den Müll!
Maputo, richtig schön!
- von weitem -












Uns geht es soweit gut und wir haben noch Ruhe vor dem Sturm!
Wenn wir Ende Oktober dann nach Chimoio kommen, geht die eigentliche Arbeit richtig los!
Vom Regen in die Traufe?
Mal sehen :))



Mittwoch, 31. August 2016

Wir sind gelandet!

Nachdem wir in Deutschland und in der Schweiz  noch viele wunderschöne Begegnungen hatten (paar Tage Ferien mit unseren Jungs, gemeinsames Essen mit Eltern und Geschwistern, Kaffeetrinken mit Leuten aus der Gemeinde, Grillen/Essen mit dem Hauskreis, Freunde besuchen ...) haben wir uns am 23.08.2016 morgens um 10.00 Uhr auf die Fahrt nach Genf zum Flughafen gemacht. Wir genossen es, dass uns liebe Freunde aus der Schweiz zum Flughafen gefahren haben und wir noch die gemeinsame Zeit geniessen konnten.


Bisschen Bammel hatten wir, ob unser Gepäck alles mitgenommen wird oder ob wir noch was auspacken müssen, haben wir zum Abschied doch noch ein paar Sachen geschenkt bekommen, die wir auch mitnehmen wollten. Aber Gott sei Dank bekamen wir keine Probleme und alles hat dann reibungslos geklappt.So sind wir nach einem guten Flug am 24.08.2016 nachmittags um 13.30 h in Beira angekommen.


Bis zu unserem neuen Zuhause in Chimoio benötigten wir fast 5 Stunden, da es im Moment viele Baustellen gibt.
Wir wurden hier ganz herzlich empfangen. Jetzt sind wir dabei, unsere Daueraufenthaltsbewilligung zu beantragen. Dann geht es am nächsten Dienstag nach Maputo!
Wir haben schon unsere ersten Fahrten mit dem Auto bei Linksverkehr hinter uns und waren auch schon im Gottesdienst. Auch dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Wir bekamen sogar eine Urkunde.


Wir sind gespannt, was die nächsten Tage bringen werden :)

Até logo!

Freitag, 3. Juni 2016

Geschafft!

... und wieder haben wir eine Etappe geschafft! Heute Abend werden wir in die Schweiz zurückfliegen. Die Zeit vergeht so schnell. Seit unserem letzten Aufenthalt in Portugal ( Februar) haben wir wieder einige Etappen/Hürden genommen. So haben wir für unser Haus Mieter gefunden, haben unsere Impfungen machen lassen und haben in drei Monaten ca. 10.000 km zurückgelegt, um Gemeinden zu besuchen und Spender zu rekrutieren. Seit Anfang Mai sind wir wieder in Portugal gewesen, um weitere Fortschritte in der Sprache zu machen. Wir haben hier wieder eine schöne Zeit gehabt und sind von Carmo, unserer "Gastmutter", Carsten und Catarina (Missionare) und all den anderen Geschwistern aus der Gemeinde ganz lieb aufgenommen worden.
Jetzt geht es wieder nach Hause und ...



Carsten und Catarina und wir

Wir mit unserer neuen Lehrerin, Catarina

Mittwoch, 24. Februar 2016

Die Zeit vergeht ...

... wie im Flug. Schon wieder ist fast eine Woche vorbei, seit wir unseren letzten Eintrag gemacht haben.

Wir hatten ein schönes Wochenende. Am Sonntag waren wir in der Gemeinde von unserer Gastgeberin. Danach haben wir noch mit ihrer Tochter und dem Schwiegersohn zu Mittag gegessen. So Treffen sind immer gut, da man sich dann besser unterhalten kann.

In der Zwischenzeit haben wir auch praktisch mit angepackt. Hier ein paar Bilder. Es ist sehr mühsam, ohne gutes Werkzeug zu arbeiten. Aber Eliseu, der Pastor hier, macht das super! Er kann total gut improvisieren.






Gestern hatten wir dann unser Abschiedsessen mit Carmo, unserer Gastgeberin. Sie arbeitet sehr viel und ist meistens gar nicht Zuhause, deshalb haben wir gestern das schon gemacht. Heute morgen haben wir uns jetzt von ihr verabschiedet. Irgendwie schade, ist sie uns doch schon ans Herz gewachsen. Aber wir sehen uns bestimmt im Mai ja wieder.







Mittwoch, 17. Februar 2016

Für wenig Geld viel!


Unsere riessigen Brötchen











     Schaut euch das mal an!




Wir geniessen jeden morgen diese köstlichen Brötchen, die es in der Bäckerei gegenüber gibt. Wie gross die sind! Wenn ich da an die kleinen Brötchen vom Migros denke! Und der Preis! Die Brötchen sind mindestens doppelt so gross, kosten aber weniger als die Hälfte. Das ist super!



Angriff auf Caselto forte

Hallo, da sind wir wieder!

Die letzen Tage waren sehr durchwachsen. Immer wieder hatten wir Angriffe/Gedanken, ob das mit der Sprache auch klappt. Die Leute hier sprechen soooo schnell, da kommt "keiner" mit. In der Theorie wissen wir so viel, aber das alles umzusetzen, da fehlt es.

Vorführung eines Tanzes in
der Jugendgruppe

Am Samstag waren wir in der Jugendgruppe. Dort hat ein angehender Missionar das Thema gehalten. Dort konnten wir einigermassen folgen. Er predigte strukturiert und wir wussten das Thema: Amizade - Freundschaft. Wir haben vor allem auch den portugiesischen Lobpreis genossen. Sie singen viele Lieder, die wir auch auf Deutsch kennen.






Am Sonntag waren wir dann hier in der Gemeinde in Odivelas. Der Predigt konnten wir ganz schlecht folgen. Ich habe zu Markus gesagt, ob das überhaupt eine Predigt war. Der Prediger las keine Bibelstelle und von einem Thema war auch nichts zu erkennen. Frustration! Das lag natürlich an uns, nicht am Prediger!
Da war es richtig auferbauend, als wir nach dem Gottesdienst mit unserer Gastgeberin noch in einem grossen Einkaufszentrum zu Mittag gegessen haben. Da konnten wir uns dann wenigstens so einigermassen unterhalten. Sie sprach dann auch sehr langsam. Zu Markus habe ich gesagt, den Portugiesen  müsste man auch ein Erinnerungsschild anheften, wo drauf steht: Faz favor, fale devagar e claramente! Bitte langsam und deutlich reden! Das hat Markus sich einmal auf den Predigerpult geklebt, weil einige sagten, er würde so schnell reden und sie würden ihn so schlecht verstehen.










Donnerstag, 11. Februar 2016

Castelo forte meldet sich wieder!

Heute waren wir bei Karsten und Catarina zum Essen eingeladen. Hat super geschmeckt! Sie wohnen ziemlich am Stadtrand von Lissabon auf der anderen Seite des Tejo. Deshalb haben sie auch nicht weit zum Meer. Bei dieser Gelegenheit haben wir dann einen Spaziergang am Strand gemacht und noch gemeinsam einen Kaffee in einem Strandcafe genossen.
Es gab viel zu reden und berichten und so sind wir erst abends wieder zurückgekehrt.













Ein Selfie von uns!
Wir mussten mit dem Zug und der Metro fahren. In der Zwischenzeit sind wir darin schon fast "alte Hasen" - sind wir doch Landeier. Aber auch die sind lernfähig (:

Dienstag, 9. Februar 2016

Neuer Name

Seit dem Sonntag haben wir einen neuen Namen. Immer wenn wir vorgestellt werden, haben es die Portugiesen schwer, unseren Namen auszusprechen - ist für sie ein Zungenbrecher. Da hat Karsten unseren Namen übersetzt.

Burk(g)  -   castelo
har(d)t    -   forte

So heissen wir jetzt hier CASTELO FORTE = starke Burg

Der Name gefällt mir!!!

Premiere

Am Sonntag hatten wir Primiere! In einem Gottesdienst am Stadtrand von Lissabon durfte ich unser Missionsprojekt vorstellen. Ich habe unsere deutsche Powerpoint bearbeitet und auf portugiesisch gemacht. Damit ich es einfacher hatte, habe ich alles aufgeschrieben und mehr oder weniger vorgelesen. Markus durfte predigen. Den ersten Teil hat er auch auf portugiesisch gemacht, dann hat ihn aber jemand übersetzt.

Die Gemeinde dort ist in einem sehr ärmlichen Viertel und auch in einem sozialen Brennpunkt. Aber es sind ganz liebe Geschwister, man wird immer ganz lieb begrüsst - com dois beijinhos (zwei Küsschen).

Nachmittags waren wir dann noch in der Hauptgemeinde beim Abendmahlgottesdienst und anschliessendem Gottesdienst. Das war ein bisschen viel. Da raucht der Kopf dann doch ganz schön.

Hier noch ein paar Bilder:

Premiere

Karsten und Catharina (Missionare der Velberter Mission) mit
mir vor der Gemeinde

Beim Lobpreis

Links: Isabell u. Eliseu (Pastor)