Sonntag, 29. Januar 2017

Zu Besuch beim "afrikanischen Hausfriseur"


Bei der erwähnten Geburtstagsfeier sagte Andrea zu den afrikanischen Mädchen, dass ihr die Frisuren in Afrika gefallen. Spontan wurde von mehreren jungen "Friseurinnen" Hand angelegt.

Andrea schaut noch etwas skeptisch, doch die jungen Damen haben ihre helle Freude.




Wie gefällt euch ihre neue Frisur?


 Zum Abschied noch ein Gruppenfoto mit den erfolgreichen Haarflechterinnen.




Wer hat Angst vorm "WEISSEN" MANN?


Eigentlich kommen Kinder gerne zu mir und haben keine Berührungsängste. Hier in Mosambik erlebe ich öfters, dass die afrikanischen Kinder Angst bekommen, wenn sie einen Musungu (Mensch mit heller Haut) sehen - daran muss ich mich noch gewöhnen. Cleopas gehört zu diesen Kindern. Am vergangenen Freitag waren wir zu seinem Geburtstag eingeladen. Er hat nicht einmal das Geschenk von uns in Empfang genommen und hat sich vor uns versteckt (s. Bild).

Aber es gibt auch Ausnahmen.....

Sonntag, 15. Januar 2017

Mercado - trinta e oito


Das afrikanische "Einkaufszentrum" ist der Markt - unglaublich, was man da alles kaufen kann - viele Kleider, die hier angeboten werden, stammen aus den europäischen Kleidercontainern - vielleicht finden wir da mal etwas, was von uns stammt? Wer weiss?

Die Polizei dein "Freund und Helfer"

Am Samstag (14.01.2017) wurden wir auf der Rückfahrt vom Markt von einer Polizistin angehalten. In Mosambik hat es sehr viele Polizeikontrollen - doch bisher wurden wir nie angehalten.

Eine Missionarin hatte uns geraten, nicht die Orginaldokumente mit uns zu führen, sondern beglaubigte Kopien, da bei Verlust (z.B. durch Diebstahl) sie schwer wieder zu beschaffen sind. Bei der besagten Kontrolle hatten wir daher nur die beglaubigten Kopien dabei, was die Polizistin (sie war nicht gerade freundlich) nicht akzeptieren und uns eine Multa (Strafe) von 1000 meticais aufbrummen wollte. Sie erwartete, dass wir die Dokumente zu Hause zu holen, die Strafe aber trotzdem bezahlen. Zur Sicherheit behielt sie meine DIRE (Aufenthaltsgenehmigung / Ausländerausweis) bei sich. Wir sagten ihr, dass wir in 20 Mnuten wieder komme würden.


Auf dem Rückweg von zu Hause (mit den Orginaldokumenten), wurden wir von einer anderen Polizistin angehalten. Ich sagte ihr, dass wir unterwegs zu ihren Kollegen sind und erklärte die Situation - sie lachte und liess uns weiterfahren. Als wir bei der anderen Polizistin wieder ankamen erklärte ich mit einem Lächeln den Grund unserer Verzögerung (die Kollegen haben uns angehalten).
Die Polizistin und ihr Kollege lächelten - ich erhielt meine DIRE wieder zurück und durfte ohne Multa weiterfahren. Das ist Afrika :)





Kollekte oder Versteigerung???

Eine Besonderheit ist in vielen afrikanischen Gemeinden das Opfer einsammeln - das dauert manchmal so lange wie die Predigt.

Am letzten Sonntag (08.01.) wurden in einer Gemeinde verschiedene Gruppen an die Tafel geschrieben: Frauen, Männer, Jugend und zwei Zonas (=Stationsgemeinden). Für jede Gruppe wurde ein Stuhl aufgestellt und eine Person zählte dann das Geld und jemand schrieb die Zwischenstände an die Tafel. Das ganze dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Leiter der Kollektenaktion las immer wieder die Zwischenstände vor und forderte die einzelnen Guppen immer wieder heraus mehr zu geben. Er fragte: Wer bietet mehr... zum Ersten zum Zweiten und zum Dritten - so trieb er die Einnahmen für das Opfer Stück für Stück nach oben. Leute die nicht mehr Geld dabei hatten, schrieben einen Betrag auf einen Zettel und brachten ihn nach vorne.


Erstaunlich wieviel Geld an diesem Sonntag zusammenkam, wenn man bedenkt, dass die meisten Mosambikaner 3 - 4 Tage nach der Gehaltsauszahlung kein Geld mehr haben.