Samstag, 24. Juni 2017

Heute Nacht wackelte unser Bett

Heute um 4.30 Uhr dachte ich, ich träume, doch es war die Wirklichkeit. Unser Bett, Wände, Schränke ... wackelten einige Sekunden. Wir sind mit dem Schrecken davon gekommen. Es scheint als haben einige Gebäude etwas mehr Risse als vorher, aber ansonsten ist alles ok.

Gott ist gut / Deus é bom / Mwari wakanaka






Auszug aus dem Internet: Mosambik – Ein gefährliches Erdbeben hat in der Nacht zu Samstag das Zentrum von Mosambik getroffen. Wie das United States Geological Survey (USGS) registrierte, erreichte das Erdbeben Magnitude 5.8. Betroffen war demnach die Region Sofara. Das Epizentrum lag im Tal des Pungwe-Flusses, rund 60 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Beira.

Waisenkinder in Chicamba

Am vergangenen Mittwoch begleiteten wir unsere Missionarin Michaela nach Chicamba (ca. 60 km von Chimoio entfernt). Einmal in der Woche fährt sie dort hin, um Waisenkindern biblische Geschichten zu erzählen, mit ihnen zu singen und ihnen Nachhilfeunterricht zu geben. Sie freuten sich über unseren Besuch und hatten keine Schwierigkeiten mit uns warm zu werden. Ein Fussballmatch mit den Jungs durfte nicht fehlen.



Die Kinder sind eifrig dabei. Was sie in der staatlichen Schule lernen ist sehr
bescheiden, da ist diese Unterstützung dringend nötig.





Unsere Missionarin und Lehrerin in Aktion




Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Reich Gottes



Das ist Philippe mit seinem Sohn. Er ist, gemeinsam mit seiner Frau, der Verantwortliche vor Ort. Philippe erzählte mir, dass er in seinem Leben bisher in Chimoio und in Manica war - das ist vergleichbar, wie wenn jemand in Langenthal wohnt und bisher nicht weiter wie nach Bern und Olten gekommen ist.


Einige Kilometer hinter dem Dorf Chicamba befindet sich ein schöner Stausee, der im Moment viel Wasser hat. Ist Afrika nicht herrlich - bekommt ihr Lust uns mal zu besuchen?



Amade und Rosa feiern Hochzeit

Am 10. Juni fand die erste Hochzeit im neuen Gebäude unserer Gemeinde statt (es ist noch nicht ganz fertig). Wände und Dach sind vorhanden (das ist ja wichtig), Strom, Fenster ... fehlen noch.


Wir fahren mit unserem Auto das Brautpaar und die Padrinhos (das sind die
Trauzeugen, deren Aufgabe aber mehr beinhaltet als in Europa) zur Kirche.

 

Andrea hat die Hochzeitstorte gemacht - ziemlich süss, wie es die Afrikaner mögen.



Der Kuchen wird angeschnitten, das ist ein wichtger Teil des Hochzeitsgottesdienstes, der etwas anders abläuft als wir es von Deutschland oder der Schweiz kennen. Für alles gibt es ein Lied: Fürs Torteanschneiden, dass das Brautpaar sich jetzt küssen soll, dass die Geschenke nun tanzend überreicht werden ...

Der schöne Kuchen 😢😢


Das Brautpaar füttert sich zuerst gegenseitig und dann verteilen sie Kuchenstücke an die anwesenden Gäste - leider bekommen nicht alle etwas davon ab. Übrigens: Nach der Trauung tragen sich das Brautpaar und die Trauzeugen in ein Buch der Gemeinde ein. Zu meiner Überraschung wurde ich auch aufgefordert zu unterschreiben - das ist eine besondere Ehre.


Donnerstag, 8. Juni 2017

Kinderfest am 1. Juni

Hier in Mosambik sind Ostermontag, Himmelfahrt/Auffahrt oder Pfingstmontag keine Feiertage. Dafür ist der Tag der Frau (7. April) oder der Tag des Kindes (1. Juni) ein Feiertag. Das bedeutet aber nicht, dass am Tag des Kindes alle zu Hause bleiben, sondern, ein Fest in der Schule stattfindet. Der Tag des Kindes begann in einigen Klassen mit einer biblischen Geschichte und dann durften sich die Kinder bei Spiel und Spass auf dem Gelände austoben. 


Schule ohne Untericht macht allen Kindern Freude
- auch in Afrika -



 Einer unserer Lehrer verkleidete sich als Clown.



Das Wichtigste bei jedem Fest ist das Essen. Die Eltern geben ihren Kinder Getränke, Kuchen, Pommes, Hähnchen ... mit, was dann von unseren Moyo-Mucuru-Frauen portionsweise auf die Teller verteilt wird.


Fleisch, Reis, Pommes, Kuchen ... alles zusammen auf einen Teller - für uns Europäer etwas gewöhnungsbedürftig. Doch im Magen kommt ja auch alles zusammen - also guten Appetit! Und der Teller muss gut gefüllt sein!