Montag, 19. Februar 2018

Besuch bei einer neugegründeten Gemeinde


Gestern waren Andrea und ich, gemeinsam mit meinem Lieblingsdiakon und seiner Frau, zu Besuch in einer neu gegründeten Gemeinde. Diakon Amos hat uns schon einige Male begleitet, um mich von Portugiesisch auf Shona zu übersetzen.


 Der Weg zur Gemeinde war etwas beschwerlich.



In diesem Gebäude fand der Gottesdienst statt - mitten im Bairro. Die Nachbarn nehmen so "automatisch" am Gottesdienst teil, ob sie wollen oder nicht, denn sie hören alles mit.


Die Leute haben sich von Herzen über unseren Besuch gefreut - Asungu (= Wort für Weisse in der Mehrzahl) gibt es hier eher selten.



Dichtgedrängt sassen ca. 60 - 70 Personen in der Hütte und feierten ihren Gottesdienst. Vorne war noch etwas Platz, so dass einige tanzen konnten - der Schweiss lief in Strömen - es war eine tolle Stimmung. Dankbar nahmen sie die Predigt auf  und gingen begeistert mit (z.B. klatschten zwischendurch).



Zum Abschluss: Ein Erinnerungsfoto mit Diakon Amos und seiner Frau (Bildmitte), sowie
dem Leiterehepaar der neuen Gemeinde.





"Autobahn" ohne Zufahrt


Wir, in Moyo Mucuru, haben das Privileg, dass eine geteerte Strasse, wenn auch mit einigen Löchern, zu unserem Grundstück führt. Nun wurde eine vierspurige Strasse gebaut, sozusagen eine "Autobahn", die durch Chimoio führt. Auf der "Autobahn" sind aber weiterhin Fussgänger, Handkarren, Velofahrer.... unterwegs.





Eine tolle Strasse für mosambikanische Verhältnisse!




Doch leider gibt es keine Zufahrt mehr zu unserer Strasse, die stark befahren ist. Jetzt in der Regenzeit ist an dieser Stelle ein kleiner See - hat man die Zufahrt absichtlich weggelassen oder einfach nur vergessen oder müssen wir noch Geduld haben bis hier auch geteert wird?

So müssen alle Autos den beschwerlichen Weg durchs Bairro nehmen - die Afrikaner nehmen das sehr gelassen - was würde da in Deutschland oder der Schweiz geschehen?

Mittwoch, 14. Februar 2018

Evangelisation in Trangapasso





Für den 10. Februar hatte unsere Gemeinde eine Open-Air-Evangelisation in Trangapasso, einem Stadtteil von Chimoio, geplant.

 

Das Wetter war alles andere als geeignet, doch davon lässt man sich hier nicht aufhalten. Unser Geländewagen von der Mission diente als Transporter. Zum Glück hat er Allrad, sonst wäre ich an dem Tag ein paar mal stecken geblieben.


Unglaublich was in so einem kleinen Kofferaum alles Platz hat. Selbst der junge Mann
auf dem Bild fand im Kofferraum noch eine Sitzgelegenheit.


Auf kreative Art wurde hinter dem Gemeindehaus eine schwere und teilweise löchrige Plane gespannt, so dass zumindet die Instrumente einigermassen trocken blieben. Die Evanglisation war eigentlich wie ein normler Gottesdienst mit einer evangelistischen Predigt, jedoch sehr laut (das ist wichtig). Der Gemeindeleiter hatte vom Nachbarn Strom erhalten, denn die Gemeinde hat  keinen eigenen Stromanschluss. Ich habe mich gewundert, dass die Sicherung nicht raus flog.


Die laute Musik bewirkte, dass mehr und mehr Leute kamen und das Evanglium hörten. Ja, in Afrika kann man mit einfachen Mitteln Menschen erreichen. In Europa würden die Nachbarn nicht zu der Veranstaltung kommen, sondern die Polizei rufen, weil sie an ihrem freien Tag gestört würden - Afrika hat auch so seine Vorteile.

Ja selbst auf dem Erdhügel tanzten die Jugendlichen nach dem Gottesdienst, trotz widriger Bedingungen. Das erinnert mich an das Bibelwort, dass das Evangelium zur Zeit und Unzeit verkündigt werden muss.