Donnerstag, 20. Dezember 2018

Mitarbeiterfest zum Jahresabschluss

Ja schon fast traditionell ist unser Mitarbeiterfest kurz vor Weihnachten. Bis 10.00 Uhr morgens erledigten unsere Mitarbeiter ihre letzten Aufgaben und dann trafen wir uns um 10.00 Uhr in unserem Speiseraum. Eine Gruppe von Frauen aus einer Gemeinde kochte wieder für unsere Mitarbeiter. Ich holte sie früh am Morgen ab, so dass sie um 6.00 Uhr mit der Arbeit beginnen konnten.


In diesem Jahr bereiteten wir 4 Teile der Weihnachtsgeschichte vor, welche unsere Mitarbeiter in 4 Gruppen dann als kleines Theaterstück präsentieren sollten. Mit Begeisterung gingen sie ans Werk.



Die erste Gruppe stellte die Szene dar, wo der Engel Maria begegnete und später im Traum Josef.


Hier sind Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem - sie fanden keinen Raum in der Herberge


Nun sehen wir die Hirten mit ihren Schafen


Zum Schluss noch die Weissen aus dem Morgenland, die dem Stern folgten


Nach einem leckeren Essen wurden einige Mitarbeiter für 10 
bzw. 20 Jahre Mitarbeit in Moyo Mucuru geehrt.



Bei so einem Fest darf natürlich ein Kuchen von Mae Andrea nicht fehlen!


Zum Abschluss erhält jeder noch ein Weihnachtsgeschenk (Fresspaket)
- auf welchem Korb steht mein Name? -


Feliz Natal!


Sonntag, 16. Dezember 2018

Herausforderungen afrikanischer Gemeinden

Heute waren wir nach längere Zeit mal wieder in unserer Stationsgemeinde (Zona) in Gondola. Es waren viele Kinder im Gottesdienst jedoch nur wenige Erwachsene, da im Moment die Zeit ist, wo die Leute ihre Äcker (Maschambas) bewirtschaften müssen. Momentan ist das Wetter ideal: Einige Regentage wechseln sich mit Sonnentagen ab. Da oft die Felder weit entfernt von den Wohnorten sich befinden, übernachten viele in provisorischen Behausungen auf den Maschambas.
 
 
Schön ist, dass die Kinder auch ohne ihre Eltern zum Gottesdienst kommen. Da passen die älteren Kinder auf die jüngeren Kinder auf - in Mosambik sind die Kinder oft sich selber überlassen. Für Europa sehr gewöhnungsbedürftig, doch hier scheint das irgendwie ganz gut zu funktionieren.
 
 
Mit grossem Einsatz sangen die Kinder 3 Lieder im Gottesdienst. Ich versuchte in meiner Predigt die Kinder mit einzubeziehen und fragte sie, was für ein Fest wir bald haben - Weihnachten war die Antwort, nach einigem Zögern. Viele Pastoren gehen in der Adventszeit nicht auf die Advents- und Weihnachtsbotschaft ein - das ist sehr schade. Ich versuche da etwas Abhilfe zu schaffen.
 
 
Als wir zum Gottesdienst kamen, fragte mich der Leiter vor Ort, ob ich nicht auch ein Kind segnen würde - das mach ich immer gern und dass man das hier oft spontan machen muss, darin habe ich ja auch langsam Übung. Anapaula Manuel Vasco heisst die kleine Dame, die ich heute segnen durfte.
 
 
 
 
Nach dem Gottesdienst gab es das traditionelle mosambikanische Getränk "Maheo" - hergestellt aus Maismehl und Zucker - schmeckt echt gut.
 
 
Das ist Pedro - der Leiter der Gemeinde - er ist gesundheitlich angeschlagen - er hat Diabetes. In Europa gibt es für Diabetiker viele Möglichkeiten sich gut zu ernähren - hier in Mosambik ist das sehr schwierig.
 
 
Eine grosser Herausforderung sind die Kirchengebäude. Diese Lehmkirche wurde vor knapp 2 Jahren gebaut. Jetzt, im zweiten Jahr der Regenzeit, ist das Dach undicht und die Bambusstäbe (Dachunterkonstruktion) hängen ziemlich durch. Mit alten Chapas (Blechen) und Steinen haben sie provisorisch nachgeholfen - so sind die Gemeinden ständig am bauen bzw. improvisieren, da es ja meistens auch an Finanzen fehlt. Trotzdem feiern sie fröhlich ihre Gottesdienste - da können wir viel von ihnen lernen.
 
 
 
 


Samstag, 15. Dezember 2018

Graduação

Unser Schulleiter hat vor einiger Zeit seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Er führt das Amt schon mehr als zwei Jahre jedoch warten immer noch auf die offizielle Bestätigung vom Schulamt, obwohl wir schon vor mindestens einem halben Jahr alle Unterlagen eingereicht haben. Das sind die Herausforderungen, mit denen wir hier zu kämpfen haben. Nach der offiziellen Feier konnte nun heute (15.12.2018) das Fest mit Verwandten, Freunden und Kollegen stattfinden.
 
 
Unser Direktor Samuel mit seiner Frau.
 
 
 
 
Feierlich wird der Kuchen angeschnitten.
 
 
 
 
Verschiedenen Reden wurden gehalten (auch ich/Markus durfte sprechen). Die Frau in dem roten Kleid ist die Schwester von unserem Direktor. Sie wünschte ihm noch mehr Diplome, denn weitere Diplome bedeuten mehr Geld. Ob dem wohl so ist???? Vielleicht wollte sie mir (als Chef ihres Bruders) einen Hinweis geben - wer weiss.
 
 
Geschenke werden nicht einfach auf einem Tisch abgestellt, sondern feierlich übergeben
- hier ist die Mutter von Samuel an der Reihe -
 
 


Nicht alle afrikanischen Kinder haben Angst vorm weissen Mann bzw. Frau!

 
Ist das nicht süss?
Der "gesegnete Kirchenschlaf" - in diesem Alter ist das noch erlaubt.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Schulabschluss der 7. und 10. Klasse

 
Die Schüler der 7. Klasse haben alle erfolgreich ihre Prüfungen absolviert.

 
 
 
Einige Schüler unserer 10. Klasse müssen ein paar Prüfungen wiederholen in der kommenden Woche. Mathematik ist das Fach, was den Schülern die meisten Probleme bereitet. Trotz dieser Schwierigkeiten wünschen wir unseren Schülern alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.
 
 
Für 2019 hat eine Mutter, die selber Schülerin in Moyo Mucuru  war, ihr Kind in die Vorschule angemeldet - unsere Schule startet sozusagen in die zweite Generation.
 

Ist ein Gottesdienstbesuch ohne Gehörschaden möglich?

 
 
Am vergangenen Sonntag waren wir in der Gemeinde von unserem Wächter Abel zu Gast. Es ist interessant unsere Mitarbeiter in den Gemeinden zu erleben - teilweise erleben wir sie dort ganz anders als bei ihrer Arbeit in Moyo Mucuru, vor allem wenn sie in den Gemeinden eine  wichtige Funktion haben.
 
 
Die Gemeinde hatte eine Verstärkeranlage - sie war so eingestellt, dass sie immer im roten Bereich lief. Andrea und ich hatten nach einer halben Stunde taube Ohren. Als ich mit der Predigt dran war, habe ich dann die Anlage zurückgedreht. Bei unseren afrikanischen Freunden muss es einfach laut sein, auch wenn man fast nichts mehr versteht aufgrund der Akustik - das ist immer noch gewöhnungsbedürftig.
 
 
 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder!

 
Zum zweiten Mal besuchten wir eine kleine Gemeinde im Bairro 4. Wie in fast allen Gemeinden sind eine grosse Anzahl der Gottesdienstbesucher Kinder. Gewöhnlich sind die kleinen Kinder etwas zurückhalten bei einem Musungo (Mensch mit weisser Haut). Doch es gibt auch Ausnahmen.
 
 
Der kleine Sohn des Pastors konnte "Oma" Andrea sichtlich geniessen