Freitag, 21. Juni 2019

Boque bekommt Baumaterial

Am vergangen Montag haben wir, mit unserer Hilux und einem kleinen LKW, Baumaterial nach Boque gefahren. 3 Häuser werden mit Lehmsteinen dort gebaut und ein Haus (auf dem Gelände der Pfingstgemeinde) wird mit Zement hergestellt. Alle Häuser erhalten die gleichen Fenster, Türen und Dächer.

 
Der LKW wird mit Zement, Balken und Chapas (Dachblechen) in Chimoio beladen.
 
 
Beim Abladen hatten wir viele Zuschauer.
 
 
 
 
Hier wurde Lehm für 6000 Steine entnommen.
 
 
Danach kunstvoll aufgeschichtet - das ist eine harte Arbeit!
 
 
Oben kommt noch eine Lehmschicht drauf und dann werden die Steine gebrannt.
 


Gottesdienst und Hilfsaktion in Inchope

Am vergangenen Sonntag haben wir die Gemeinde von unserem Wächter José in Inchope besucht. Das ist 70 km von Chimoio entfernt. Es ist immer wieder interessant, unsere Mitarbeiter in den Gemeinden zu besuchen. Viele von ihnen haben in ihren Gemeinden wichtige Funktionen, was man ihnen oft gar nicht zutraut, wenn man sie sonst im Alltag erlebt.
 
 
Ich liebe diese "OPEN AIR" Gemeinden - es ist hell, der Wind pfeift durch...
 
 
 
 
Nach dem Gottesdienst wurden dann die Lebensmittel verteilt.
 
 
 
Kinder sind es gewohnt Lasten zu tragen - im Haus und auf
dem Feld mitzuhelfen, auf kleinere Geschwister aufpassen...
 
 
Das ist bei unserem Mitarbeiter zu Hause - er hat 9 Kinder,
jedoch wohnen nicht mehr alle bei ihm zu Hause.
 
 
Wir besuchten noch eine Witwe mit ihren Kindern, die in einem Haus wohnt, das noch nicht fertig ist. Ihr Mann hatte begonnen das Haus zu bauen und verstarb vor einigen Monaten, Beim Sturm fiel das alte Haus zusammen, wo sie bisher gewohnt hatten. Wir werden nun helfen, das Haus soweit fertigzustellen, dass die Frau mit ihren Kindern darin leben kann. Sehr viele Frauen sind mit ihren Kindern auf sich allein gestellt. Entweder ist der Mann gestorben oder er hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen.
 
 
Unter diesem "Dach" wohnt jetzt die Familie.
 
 
Viele Häuser in Inchope sind auf diese Weise gebaut - ein anderer
Baustil als in Chimoio.
 
 
 
 
 
 
 

Bibelschulunterricht

Auf unserem Grundstück befindet sich die Bibelschule unserer Gemeindebewegung. Es ist  eine theologische Ausbildung die 3 Jahre dauert. Viermal in der Woche, abends von 18.00 bis 21.30 Uhr ist Unterricht (ca. 8 Monate pro Jahr). Ende Mai / Anfang Juni habe ich es gewagt auch einen Kurs durchzuführen. Ich habe im 3. Schuljahr Pastoraltheologie 3 unterrichtet. Es hat mir viel Freude gemacht, auch wenn es anstrengend war alles vorzubereiten, neben all den anderen Aufgaben. Seelsorge ist bis jetzt kein grosses Thema in den afrikanischen Gemeinden, jedoch dringend notwendig. Ich hoffe, dass der Kurs den Schülern eine Hilfe sein wird, bei ihrer zukünftigen pastoralen Arbeit in ihren Gemeinden.
 
 
 
Ich habe versucht die Schüler durch Gruppenarbeiten aktiv mit einzubeziehen und herauszufordern.
 
 
Hier ein Teil der 22 Schüler.
 
Parallel zu diesem Angebot gibt es noch eine etwas einfachere Bibelschulausbildung. Man studiert gemeinsam ein Buch. Jeder liest zu Hause zwei Kapitel und nach ca. 14 Tagen trifft man sich und bespricht das Gelesene anhand von Fragen und schreibt abschliessend einen kleinen Test. Mit 4 von unseren Wächtern bin ich dran dieses Programm durchzuführen, Ende Mai haben wir das Buch "A Doutrina de Deus" (Lehre von bzw. über Gott) abgeschlossen. Nun arbeiten wir das Buch "A Doutrina da Salvação" (Lehre über die Errettung) durch. Teilweise sind die theologischen Begriffe schwierig für unsere Wächter zu verstehen. Mit Gottes Hilfe versuche ich ihnen die Materie verständlich zu vermitteln.
 
 
 
Hier schreiben sie gerade einen Test.


Mittwoch, 12. Juni 2019

18 Häuser sind fertig!!!

Unsere erste Bauphase ist nun soweit abgeschlossen. 18 Häusern sind bezugsfertig. Die meisten Familien sind schon eingezogen. Viele der Familien haben wir heute besucht und die Häuser abschliessend begutachtet - die sind echt gut geworden. Die Frauen und Kinder sind HAPPY über ihr neues Zuhause. Dass man so ein Haus für 700 Euro / 800 Fr. komplett herstellen kann, das kann man sich in Europa nur schwer vorstellen. Weitere Häuser befinden sich bereits im Bau oder sind geplant.
 
Hier einige Beispiele:
 
 

 

Zum Glück war zum Zeitpunkt des Einsturzes niemand im Haus!
 

 
Das neue Haus der Pastorenfamilie des Waisenprojektes.
 
 
Familie Rabeca
 
 
 
 
Das war Rabecas Haus nach dem Ciclone
 
 
Isabel Miqitaio mit ihren Kindern
 
 
Das Haus von Isabel nach dem Sturm
 
 
Das ist der Rest von Maria Vascos Haus.
 
 
Hier kann sie diese Woche noch mit ihren Kindern einziehen.
Maria ist schwer krank - kochen, Wasser tragen... müssen alles
die Kinder selber machen. Die etwas grösseren Kinder
sorgen für die kleineren Kinder.
 
 
Das ist das Haus von Mãe Beauty
 
 
Sie ist eine junge Witwe (27 Jahre alt) und hat 3 Kinder
 
 
So sah es vorher aus!
 
 
In dieser Müllbehausung wohnte bisher ein alter Mann mit
seinen Enkelkindern - die Eltern der Kinder sind gestorben.
 
 
Das ist sein neues Heim - hier auf dem Bild
ist noch Santos Elias zu sehen - er hat
das Haus gemauert.
 

Graduação

In Mosambik gibt es immer wieder neue Änderungen. Nun brauchen unsere Mitarbeiter in der Vorschule auch eine kleine Ausbildung, um die Vorschulkinder betreuen zu dürfen. Unsere Mitarbeiterin Maria hat schon so eine Ausbildung, doch die anderen 3 Mitarbeiter bisher noch nicht. Von Februar bis Mai 2019 absolvierten sie nun diese Ausbildung (in einer katholischen Einrichtung in Chimoio). Gemeinsam mit unserem Direktor war ich bei der Abschlussfeier (Diplomübergabe) eingeladen.
 
 
Eigentlich sollte es um 8.30 Uhr beginnen - doch da begann man erst
die Stühle zu stellen, dann wurde gesungen um die Zeit zu überbrücken,
bis dann die "wichtigen" Personen endlich eintrafen.
 
 
Nach laaaangen Vorreden war dann endlich die Diplomübergabe!!!
 
 
Jeremias
 
 
Erneu
 
 
Domingos
 
 
Domingos hat die Ausbildung als Klassenbester abgeschlossen!!!
 
 
Er bekam diesen Preis
 
 
Hier wird Domingos vom Pädagogen der Schule geehrt.
 
 
Nach der Diplomübergabe stellten sie eine Unterrichtseinheit  spielerisch dar.
 
 
Im Nebenraum konnten dann noch die Arbeiten der Schüler angeschaut werden.
 
 
Das obligatorische Foto, gemeinsam mit unserem Schulleiter,
darf natürlich nicht fehlen.
 

Sonntag, 9. Juni 2019

Hilfstransport für eine Gemeinde in Beira

Gestern war ich mit unserem Mitarbeiter Verniz in Beira, um die Gemeinde seines Onkels mit Lebensmitteln zu versorgen. In Beira sind viele Dächer noch nicht gedeckt oder nur provisorisch geflickt, was für die nächste Regenzeit nicht ausreichen wird. Auf der Strecke nach Beira ist das Wasser zurückgegangen, jedoch steht das Wasser an einigen Stellen immer noch, so dass mit der Reparatur der Strasse noch nicht begonnen werden konnte. Weiterhin sind ca. 15 km (zwischen Beira und Chimoio) nur einspurig befahrbar.
 
 
Das ist die Stelle nahe Nhamatanda, wo die Strasse weggespült wurde. 
 
 
In der Stadt Tica steht an manchen Stellen das Wasser immer noch.
 
 
Kirche in Beira
 
 
Ein Blick in die Kirche - Wände und Dach sind nur provisorisch geflickt.
 
 
Nach einer Kurzpredigt des Missionars werden die Hilfsgüter ausgeladen.
 
 
 
Nach afrikanischer Tradition bekommen die Leiter der Gemeinde zuerst etwas.
 

 
Da wir nur eine begrenzte Anzahl Hilfsgüter, aufgrund von Platz und Gewicht
transportieren können, bekamen immer zwei Familien zusammen
einen Sack Reis, 5 Liter Öl, sowie Bohnen und einige Seifen.
 
 
Gestern nahmen wir noch unseren Wächter Mateus mit, der in Beira zwei leibliche Kinder aus erster Ehe hat. Wir besichtigten ihr Haus in Beira und entschieden uns, die Reparatur des Hauses mit einem Geldbetrag zu unterstützen. Während wir die Gemeinde mit Lebensmittel versorgten organisierte Mateus die Baumassnahmen, so dass diese schnell durchgeführt werden können. In den Bairros von Beira sieht es teilweise noch ziemlich chaotisch  aus nach dem Sturm.