Donnerstag, 31. Oktober 2019

Zweite Bauphase in Nhamatanda hat begonnen!

Gestern war ich wieder in Nhamatanda, vollbeladen mit
Türen und Fenster für die 8 Häuser.


Die Steine für die 8 Häuser sind fertig.


Jetzt braucht es weiteren Zement für den Bau der Häuser.


Auf dem Bild seht ihr die Türen und Fenster,
die unser Schreiner in Chimoio hergestellt hat.


Wir haben 4 Bauarbeiter aus Chimoio engagiert,
welche die Häuser für uns in Nhamatanda bauen.



Sonntag, 27. Oktober 2019

Erfolgreicher Bibelschulabschluss von unserem Verwalter!


Unser Verwalter, den wir gerade einarbeiten, hat seine 3 jährige Bibelschulausbildung (Abendbibelschule 4 mal die Woche) erfolgreich abgeschlossen. So eine Bibelschulausbildung ist eine grosse Herausforderung: Familie, tagsüber 8 Stunden arbeiten gehen, dazu noch eine kleine Gemeinde leiten - alle Achtung!!!


Das sind die Bibelschüler von allen 3 Jahrgängen


Verniz wurde besonders geehrt, da er in den
3 Jahre keine Unterrichtsstunde verpasste
- vorbildlich - 


Verniz mit seiner Frau Ruth, die viele Opfer brachte
während der Bibelschulausbildung,


Heute haben wir noch etwas gefeiert.
Der Kuchen von Mãe Andrea darf natürlich
nicht fehlen.


"Unser" Verniz darf den Kuchen anschneiden.

Interessant, wie er den Kuchen anschneidet.




Samstag, 26. Oktober 2019

Eine weitere Witwe im Bairro erhält ein Haus!

Eine Witwe, auf der anderen Seite von unserer Strasse, ist mehrmals zu uns aufs Gelände gekommen und hat über ihre Not geklagt - sie habe kein Haus wo sie wohnen kann. Meistens reagiere ich nicht gleich, denn wir haben viele Anfragen. So sehe ich, wenn die Leute wiederkommen, ob es wirklich so wichtig ist. Danach schauen ich, meistens mit einem Einheimischen zusammen, die Situation an und danach entscheiden wir. Wir möchten nicht nur Christen helfen, sondern auch Nichtchristen in unserer Nachbarschaft, die in grosser Not sind, um so ihnen die Liebe Jesu praktisch zu zeigen.



Zwei Jugendliche, welche schon ein Haus für uns gebaut haben,
führen diese Arbeit durch und haben so auch etwas Geld zum Leben.



Das Haus ist nun bereit für den Einzug!

Freitag, 25. Oktober 2019

Aus unserem Schulaltag in Moyo Mucuru

Kürzlich hatten wir ein kurzer, jedoch heftiges Gewitter mit Hagel. Graças a Deus sind nur ein paar Scheiben kaputt gegangen, sowie ein Dach wurde beschädigt (siehe Bild). Niemand kam dabei zu schaden. Das ist nicht selbstverständlich - Gott wollen wir dafür DANKE sagen.


Unser Motto auf unserem Grundstück lautet:
(wir wollen ja ein ordentliches Grundstück haben)


"lixo no chão não!!!!"
Müll auf dem Boden - NEIN

Leider sind viele Kinder, von reicheren Eltern gewohnt, dass sie zu Hause den Müll einfach fallen lassen können und ihre Bediensteten das dann später wegräumen. In Moyo Mucuru versuche ich die Schüler etwas anderes zu trainieren. Umweltbewusstsein ist in Mosambik überhaupt noch nicht vorhanden. Wichtig ist, dass die Lehrer da auch mitziehen und die Kinder darauf aufmerksam machen, wenn sie sehen dass diese etwas fallen lassen. Manchmal klappt es mehr, manchmal weniger. Diese Woche musste ich mal wieder mit Lehrern und Schülern ein ernstes Wort reden. Bei manchen Dingen muss man immer kontrollieren und Druck ausüben, damit es läuft, das ist manchmal ganz schön frustrierend.


So sah es gestern an vielen Plätzen auf dem Gelände aus - manchmal werfen sie den Müll neben den Mülleimer auf den Boden, obwohl der Behälter nicht voll ist. Dass da der Pastor (so nennen mich hier alle) auch mal sauer werden kann, das könnt ihr wohl verstehen.


Unsere Schüler sind kreativ - anstelle den Müll in den Mülleimer zu werfen, entdeckte ich den Schlitz zwischen alten und neuen Schulgebäude als neues Müllloch. Das geht ja überhaupt nicht!!!




ABM - Massnahmen nach der Wahl

Wir sind froh, dass die Wahl relativ gut abgelaufen ist. Es gab im Vorfeld einige Unruhen, nicht in Chimoio, aber in unserer Nachbarstadt Gondola (20 km entfernt). Nach der Wahl ist es weitgehend ruhig geblieben, dafür sind wir Gott sehr dankbar.. Es wurden ja ganze Wände mit Wahlwerbung beklebt, was nun wieder abgemacht werden muss. Das erinnert mich an die Zeit in Deutschland mit den ABM-Massnahmen (Arbeitsbeschaffungsmassnahmen) nach dem Mauerfall.


Das ist ganz schön zeitaufwendig - aber Zeit ist ja vorhanden. Die Papierschnipsel fallen einfach auf den Boden und der Wind verstreut sie in alle Himmelsrichtungen. Darüber regt sich hier niemand auf, ausser die paar Ausländer mit weisser Haut.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Schritt für Schritt kommen wir auf unserem Gelände voran!

Eigentlich wollten wir das Feld letzte Woche fertig vorbereiten, so dass dann die Schläuche verlegt werden können und mit der Aussaat bzw. Bepflanzung begonnen werden kann. Leider konnten wir nicht so viel Hühnermist bekommen wie gewünscht. Vorgestern, konnten wir dann noch mehr organisieren, mussten aber einiges dafür bezahlen. Doch nun kann die Arbeit weiter gehen.



Am vergangenen Samstag haben die Jungs den Hühnermist
verarbeitet, den wir bis dahin organisieren konnten.


Sie kamen ganz schön ins Schwitzen!


Nun ist für ausreichend Nachschub gesorgt!



Das erste Haus, auf unserem Grundstück
ist gemauert.


Wie findet ihr das Gerüst?



Nun ist das zweite Haus an der Reihe.


Es wird kräftig gearbeitet.


Heute brauchten wir noch Nachschub -
der Sand reichte nicht!


Soweit ist das zweite Haus bereits gemauert.
Hoffentlich können die 3 Familien vor der Regenzeit
noch einziehen.




Häuserbau in Nhamatanda gestartet!

Gestern war ich gemeinsam mit Pastor Moraich (Pastor des Waisenprojektes in unserem Bairro) in Nhamatanda, um mit dem Bau von 8 Häusern zu beginnen. Der Pastor wird eine Woche dort bleiben um die erste Bauphase zu überwachen - die Herstellung von blocos (Zementsteinen).


Als ich ankam, war zu meiner Überraschung, fast die ganze Gemeinde versammelt um mich in Empfang zu nehmen. Natürlich musste ich auch ein kurzes Bibelwort weitergeben. Danach machte ich mich mit dem Pastor vor Ort und unserem Pastor aus Chimoio auf den Weg um Baumaterial und Sand zu organisieren. 


Die Gemeindeglieder blieben beim Gemeindehaus und kochten ein Essen für alle Anwesenden.


Wir kauften 136 Sack Zement - 6,8 Tonnen
(2 Touren mit dem LKW)


Das Schlafzimmer des Pastors wurde kurzerhand zum Zementlager umfunktioniert, denn wir hatten sonst keinen anderen sicheren Lagerraum. Auch ein LKW Fahrer wurde gefunden der 16 "carradas" Sand für uns fährt. Zwei Touren für jedes Haus. Auf den Grundstücken in Nhamatanda gibt es keinen Sand und auch das Wasser ist recht knapp. Die Witwen müssen Wasser tragen bzw. organisieren, damit die Steine angefertigt werden können. Das ist ihr Teil, den sie beitragen müssen. Bin gespannt wie das wird.



Hilfsakion in der Gemeinde von Jeremias

Am vergangenen Wochenende führten wir in der Gemeinde von einem unserer Mitarbeiter eine Hilfsaktion durch.


Kirche am Kopf des Alten in Chimoio


Hier wird der Geländewagen beladen - der Händler hat sich gut
vorbereitet - ich sage ihm im Voraus wann ich wieviel kaufe,
so  dass dann auch alles das ist - funktioniert immer besser!


Da wir über 100 Familien versorgten, reichte unser Auto nicht aus.


Freudig wurde getanzt - Andrea wurde von der Bühne geholt um mit zu tanzen


Nach dem Gottesdienst wurden dann die Lebensmittel verteilt.


Nach der Verteilaktion kamen noch 22 Personen nach
vorne, die nicht auf der Liste standen - die haben wir
dann zwei Tage später beliefert, zusammen mit
einer Stationsgemeinde.


Stationsgemeinde Noia in Cafumbe


Alle warteten gespannt auf die Verteilung.


Nach der Kurzpredigt des Missionars,
ging es dann endlich los!

Dienstag, 15. Oktober 2019

Lehrertag im Elefantencamp

In diesem Jahr machten wir mit unseren Lehrern einen Ausflug in die Berge zum Elefantencamp.


Unsere erste Station war die Gottesbrücke - man wollte an dieser Stelle schon öfters die Strasse verbreitern, doch ist es nie gelungen. Daher ist sie nur so breit wie die Felsen von Natur aus sind.


Am Anfang des Tages war es regnerisch, doch besserte sich das Wetter im Verlauf des Tages.


Unsere Lehrer genossen das schöne Gelände


und das gute Essen


- es war echt lecker - 


Am Nachmittag machten wir noch eine "Elefantentour*. Es soll ca. 150 Elefanten in dem Gebiet geben. Leider haben wir nur Abdrücke von Elefantenfüssen gesehen und viel Elefantenkot. So haben wir uns halt mit dem Elefantenschild zufrieden geben müssen.

Häuserbau - wie weiter?

Nhamatanda und Beira sind noch in einem erbärmlichen Zustand nach dem Sturm. An der Hauptstrasse entlang geht es einigermassen, doch in den Bairros sieht es noch schlimm aus.

Ein paar Beispiele aus Nhamatanda:










Eine Kirche ohne Dach.


Diese Schule hat immer noch kein Dach.
Die Kinder haben Unterricht in den Zelten,
welche nach dem Sturm als Notunterkünfte dienten.


Doch auch die Zelte sind nicht wirklich mehr
geeignet für einen sinnvollen Unterricht.

Am vergangen Freitag war ich mit zwei einheimischen Pastoren in Nhamatanda unterwegs um zu schauen, wo und wie wir helfen können. Die Pastoren wollen natürlich, dass wir ihren Gemeindegliedern zuerst helfen. Doch schafft dies Probleme mit den Nachbarn. Eine andere Herausforderung ist die Betreuung der Projekte, da Nhamatanda 100 km von Chimoio entfernt ist. Man kann den Leuten kein Geld in die Hand geben, sondern muss das Material in Etappen kaufen und verteilen und dann die Bauentwicklung kontrollieren. Gott muss uns da Weisheit schenken, wie wir das am Besten anpacken. In Nhamatanda schätze ich, dass 20 - 30% der Häuser nicht regentauglich sind. 

Beispiele von Lebenssituationen, wo wir gebeten wurden zu helfen:


Diese Familie hat kein Haus mehr und wohnt bei Verwandten.


Die Hütte ist fast eingestürzt.

Diese Mutter mit 5 Kindern benötigt ein Haus.

Nebenbemerkung: Beim Stillen die Brust frei zu zeigen ist auch für viele Christen kein Problem. Jedoch wird in vielen Gemeinden/Kirchen genau darauf geachtet, dass das Knie durch den Rock der Frau bedeckt ist bzw. bedeckt bleibt.


Trotz all der Not geht das Leben "normal" weiter.



Irgendwie krass: Das Haus ist fast am einfallen, hat aber
eine Sattelitenschüssel auf dem Dach.



Am Schluss unserer Besichtigungstour stoppte der einheimische Pastor eine Mota-taxe. Der Pastor aus Chimoio und der Missionar durften bei "unserem" Motafahrer aufsteigen - der einheimische Pastor lief zurück. Dies ist ein Zeichen der Ehrerbietung für die Gäste.