Mittwoch, 27. November 2019

Lebensmittelverteilung im Distrikt Macati

Heute Nachmittag war ich mit dem Distriktpastor der Adventgemeinde (Pastor Costa) in einem Gebiet in der Nähe von Macati.


Das ist eine sehr abgelegene Gegend, man
hat das Gefühl, dass hier niemand wohnt.


Doch irgendwann kamen wir zu einer
Kirche und wurden von vielen bereits erwartet
und sehr herzlich begrüsst.


Die Adventgemeinden bauen alle ihre
Kirchen im gleichen Baustil 
- eine einfache, aber solide Bauweise.


Mir gefällt ihre Dachkonstruktion aus Eisen - das sieht gut aus und ist sehr stabil, Holzkonstruktionen halten wenige lang. Die Balken bei den Häusern sind nach 20 Jahren meistens schon verfault. und müssen ersetzt werden.


Nach einer Kurzpredigt des Missionars ging es los.
Die Verteilaktion war gut von der Gemeinde vorbereitet,
das macht das Verteilen viel einfacher.


Nach dem Verteilen gab es für den Gebietspastor
und den Missionar (also für mich) ein Sonntagsessen -
Hühnchen und das am Mittwoch um 15.30 Uhr.


Diese junge Mutter hatte gut geplant,
sie brachte gleich für den Abtransport
eine Schubkarre mit.


Zum Abschied musste ich nochmals alle Hände schütteln -
sie bedankten sie sehr herzlich auch bei allen Spendern
in Deutschland und der Schweiz.


Danach verschwanden sie auf dem Trampelpfad in
den Busch. Sie laufen oft mehr als eine Stunde bis
nach Hause - und das mit den Lebensmitteln.

Dienstag, 26. November 2019

Umweltbewusstsein - in Mosambik noch ein Fremdwort

Es ist üblich, dass die Leute ihren Müll einfach wegwerfen. Auf ihrem Grundstück, wenn überhaupt, wird der Müll zusammengekehrt und auf die Strasse bzw. an den Strassenrand gekehrt, wo ihn dann der Wind verstreut. Wenn dann zu viel Müll liegt, wird er einfach am Strassenrand angezündet: Papier, Plastik, alte Batterien.... Auf unserem Grundstück haben wir eigentlich einen zentralen Müllplatz, wo der Müll verbrannt wird, doch mehr uns mehr breitet sich der Müll auch da aus. Meine Afrikaner haben da einfach keinen Blick dafür - ich möchte die Hoffnung für Besserung nicht  bzw. noch nicht aufgeben. 


Da wir ja auch das Landwirtschaftsprojekt gestartet
 haben muss das einfach anders werden.


Unserem Hausmeister erklärte ich, dass es ja auch
für seine Ziegen nicht gesund ist, wenn sie
den Müll fressen.


Deshalb habe ich beschlossen eine Mauer zu bauen,
wo der Müll verbrannt werden soll- nur dort!


Durch die Mauer ist klar eingegrenzt, wo der Müll
nur noch sein darf und der Wind verteilt ihn
nicht mehr überall.


Damit die Mauer auch feuerbeständig ist, haben wir sie noch verputzt. Nun wird das Grundstück vom Müll gesäubert und dann nur noch an dieser Stelle gelagert und verbrannt. Das entspricht noch in keiner Weise europäischen Standart, doch ist das für uns ein grosser Fortschritt. Viele verstehen meinen Ordnungssinn nicht, denn die meisten unserer Mosambikaner stören sich nicht daran, wenn überall Müll herumliegt und die kleinen Kinder noch damit spielen.




Samstag, 23. November 2019

Endlich wird angepflanzt!

Eigentlich wollten wir das schon vor 2 Wochen machen, doch gibt es halt immer wieder Verzögerungen. Unsere bestellten Pflanzen waren noch nicht so weit …  Gestern haben meine Helfer mit dem Kartoffel stecken begonnen. Es hat schon ein paar mal geregnet, was ja gut und nötig ist, jedoch erwacht dadurch auch das Unkraut zu neuem Leben. Heute Morgen um 6.00 Uhr bin ich mit meinen Helfern nach Vanduzi gefahren um die Pflanzen abzuholen. Der Chef dieser Plantage gab uns noch einige wertvolle Tipps. 



Hier werden die Tomaten angepflanzt.


Freitag, 22. November 2019

Zweite Bauphase in Beira!

Heute fuhr ich nochmals, gemeinsam mit unserem Verwalter nach Beira, um weitere Baumassnahmen zu koordinieren. Im Gegensatz zu Chimoio hat es in Beira noch nicht geregnet. Es ist dort extrem heiss, die Afrikaner leiden genauso, wie wir Europäer unter dieser Hitze. Ich hatte keinen Thermometer dabei, doch ich denke die 40 Grad wurden heute mit Sicherheit überschritten - Chimoio ist da 5 - 7 Grad "kühler", heute "nur" 37 Grad (fresco).Unser Mitarbeiter Verniz bleibt wieder einige Tage dort.


Als wir um 9.00 Uhr ankamen, haben wir zuerst Hilfsgüter an die Nachbarn im Gemeindeumfeld verteilt. Wir möchten, dass auch sie etwas bekommen. Das ist ein sichtbares Zeichen der Liebe Jesus. Die Gemeindeleitung hatte das gut vorbereitet. So eine Verteilaktion ist nicht einfach.


Alles mussten sitzenbleiben, bis jeder etwas hatte. Danach schärfte der Leiter ihnen ein, das sie zügig nach Hause gehen sollen, die Sachen verstauen und nicht weitererzählen von wem bzw. von wo sie die Sachen erhalten haben.



Danach besichtigten wir einige unserer Baustellen


Der Start sieht schon ganz gut aus.


Auf dieser Baustelle geht es schnell voran.


Bei diesem Haus gab es etwas Startschwierigkeiten. Der Bauarbeiter hatte einen Aushub gemacht. Da aber der Zementboden vom vorigen Bau gut ist kann man direkt darauf bauen, Der Aushub ist daher unnötig. Ein Pastor der Gemeinde kennt sich ganz gut aus. Er gab gleich einige korrigierende Anweisungen, genau das, was ich auch gesagt hätte. Ich halte mich bewusst zurück und höre, was meine Mosambikaner sagen. Nur wenn es notwendig ist, mische ich mich ein.



Dieser Mitarbeiter mauert wirklich gut, den 
lassen wir noch weitere Arbeiten ausführen.


Wir haben beschlossen dieser Familie auch ein
Haus zu bauen. Der Vater hat die Familie verlassen.
Die Mutter wohnt mit ihren Kindern in dieser
provisorischen Blechhütte - und das bei 40 Grad
- in der Hütte ist es noch um  einiges wärmer - 


Einige Nachbarn, im Umfeld dieser Gemeinde.
erhalten ein Dach, bevor der Regen kommt.




Der Häuserbau in Nhamatanda geht gut voran!

Am Mittwoch, war ich gemeinsam mit unserem Waisenpastor vor Ort, um die bisherigen Baumassnahmen zu kontrollieren, sowie Material für weitere Baumassnahmen zu kaufen. Zu tritt auf einer Mota-Taxi, nahmen wir, auf abenteuerlichen Wegen (mit dem Auto kommt man nicht durch), die Besichtigung in Angriff. Mein Waisenpastor aus Chimoio bleibt wieder einige Tage vor Ort, damit die Baumassnahmen zügig weitergehen, denn die Regenzeit naht. Der Boden in Nhamatanda ist sehr schlammig. Wenn es da kräftig regnet bleibt man überall stecken.


Alle 8 Häuser sind gut gemauert.


Die Witwen sind glücklich, dass sie ein Haus bekommen.


Am Mittwoch haben wir weiteren Zement für die Böden,
Chapas (Dachbleche), sowie Balken eingekauft.


Der Einkauf im "Holzladen" dauert hier etwas
länger als in Chimoio.


Die Balken müssen erst noch zugesägt -
das dauert und dauert ....


Bei einige Häusern reparieren wir die Dächer und die
Wände. Dafür kauften wir 150 Stakas. Stakas sind Holzbalken
für die Wände - das ist ein anderer Baustil als in Chimoio.
Die Stakas halten länger als die Stangen, die sie sonst verwenden..


Das ist ein Beispiel von so einem Haus - innen und
aussen mit Holzstangen befestigt sowie innendrin
mit Steinen ausgefüllt.


Diese Wand z.B. muss neu befestigt
und mit Steinen ausgefüllt werden.







Versorgung von Witwen

Wir haben im Mai und Juni für 18 Witwen, im näheren Umfeld von Moyo Mucuru, Häuser gebaut. Nun haben wir uns entschlossen  (sie hatten im Juni schon Lebensmittel erhalten), sie nochmals mit Reis, Öl, Bohnen und Seife zu versorgen. Diese Aktion haben wir diese Woche durchgeführt.


Gespannt warteten sie, bis alles ausgeladen war.


Dankbar nahmen sie die Gaben entgegen.


Sonntag, 17. November 2019

Erlebnisse von heute!

Heute besuchten Andrea und ich eine "Zona" (Stationsgemeinde) von unserer Gemeindebewegung. Es war extrem schwül, so dass mein Hemd richtig nass wurde beim Predigen - ich schwitze normal weniger als unsere Afrikaner.


Teil des Lobpreises sind die Chorbeiträge von den Müttern,
Jugendlichen und Kindern. Dies ist eine kleine Gemeinde,
jedoch mit sehr vielen Kindern und Jugendlichen. Ja die
Mehrheit der Gottesdienstbesucher, sind unter 20 Jahre.
Das ist schon anders als in europäischen Gemeinden.



Wir verteilten nach dem Gottesdienst
Lebensmittel - auch Kinder können schon
ziemlich viel tragen. Man merkt, dass
sie das von klein auf gewöhnt sind.

Wir wurden beschenkt!


Am Nachmittag kam einer unserer Mitarbeiter, mit
zwei von seinen Gemeindegliedern, bei uns vorbei.
Die Beiden wollten sich bei uns bedanken, dass
wir für sie ein Haus gebaut haben. 


Ich gebe den Dank an euch weiter, die ihr
mit euren Finanzen das  möglich gemacht habt.




Gute Fortschritte in Beira!

Unser Verwalter ist gestern aus Beira zurückgekehrt. Er gab uns einen positiven Bericht. Die Gemeinde von seinem Onkel half bzw. hilft tatkräftig mit, das ist sehr erfreulich.



In einer ersten Phase werden 9 Häuser für Familien in
Not gebaut - hauptsächlich Witwen.


Sand und Zement wird mit dem LKW transportiert.


Da wo es keinen Raum gibt, wo man den Zement
aufbewahren kann, müssen Personen auf der Baustelle
übernachten, damit der Zement nicht gestohlen wird.


Die Frauen transportieren in Kanistern das Wasser
und versorgen die Männer mit Essen. Teilweise müssen
sie das Wasser 200m weit tragen - echte Knochenarbeit.


Die Kinder sind mit dabei und helfen mit.


Die "blocos" Steine für die 9 Häuser
sind fast schon fertig.


Die Steine müssen bei der Hitze feucht gehalten werden, 
damit sie gut (nicht zu schnell) aushärten ohne zu zerbrechen.


Auch der Schreiner ist am Werk - wir benötigen
ja für jedes Haus eine Türe und zwei Fenster.


Viele Häuser, die nicht eingefallen sind, sehen so aus wie dieses.
Wir wollen, nachdem die Häuser fertig gebaut sind, gezielt Leuten
helfen ihre Dächer zu decken, bevor die Regenzeit einsetzt.


Unser Verwalter hat in der vergangenen Woche wirklich gute Arbeit geleistet. Am Freitag fahren wir wieder gemeinsam nach Beira, um die zweite Bauphase einzuleiten. Wir werden auch wieder Hilfsgüter mitnehmen. Diesmal wollen wir gezielt die Nachbarn im Umfeld der Gemeinde mit Lebensmitteln beliefern.

Dienstag, 12. November 2019

Hilfsktion und Häuserbau in Beira


In der Gemeinde, wo der Onkel unseres Verwalters Pastor ist, haben wir gestern eine Hilfslieferung durchgeführt. Nach einer Kurzpredigt des Missionars wurden die Lebensmittel verteilt.


Im Anschluss besichtigten wir einige Häuser,
um zu sehen, wo wir dringend helfen sollten.


Beira ist immer noch eine -Stadt ohne Dächer. Viele haben ihre Dächer mit den Dachresten provisorisch geflickt, da sie kein  Geld haben. Jedoch steht die Regenzeit bevor - ihr könnt euch vorstellen, was das bedeutet. Wir haben beschlossen, auch für Nichtchristen, im Umfeld dieser Gemeinde Material für Dächer zu kaufen und ihnen so Gottes Liebe praktisch weitergeben. Viele Häuser sind noch ganz zerstört. Hier einige Bespiele, wo wir helfen wollen:



In dieser provisorischen Blechhütte wohnt eine Familie. Wie man da bei Nacht drin schlafen kann, wenn es tagsüber ca. 40 Grad warm ist - unvorstellbar.




Der Sturm war so stark, dass auch dieses Zementhaus dem Wind nichts  entgegensetzen konnte.


Diese Witwe mit 7 Kindern hat alles verloren.


Hier wohnt jemand - jedes Zelt auf dem Campingplatz ist besser und sicherer. Die Frau wohnt direkt neben einer Villa, die mit hohen Mauern und Elektrozaun gesichert ist - ich musste da an den Reichen Mann und den armen Lazarus denken. Das ist schon krass, wenn man das so hautnah miterlebt. Ich habe unseren Verwalter in Beira gelassen, damit er einige Tage vor Ort die Hilfsmassnahmen koordinieren kann.