Mittwoch, 22. April 2020

Fahrt in die Schweiz!

Am vergangenen Freitag sind wir in die Schweiz eingereist. Da wir in der Schweiz nicht bzw. noch nicht angemeldet sind, ist eine Einreise zur Zeit eigentlich nicht möglich. Auch ein gültiger Schweizer Arbeitsvertrag reicht da nicht aus. Unser Chef in der Schweiz schickte uns zusätzlich noch ein Schreiben. Der Zöllner war sehr freundlich, meinte aber, dass die Dokumente etwas wenig seien für eine Einreise in die Schweiz. Ich unterhielt mich einige Zeit freundlich mit ihm (wie ich das in Afrika auch mache) und dann meinte er: Sie können weiterfahren: Graças a Deus!


Damit wir etwas mobil sind, haben wir uns im Schwarzwald ein älteres Auto gekauft (siehe Bild). Kurz nach der Einreise in die Schweiz hatten wir eine kleine Panne. Das Problem war jedoch, dass das Ersatzteil, was in 5 Minuten gewechselt ist, nicht erhältlich war, trotz vieler Telefonate. Ich dachte - das ist ja fast wie in Afrika. Das Auto für einige hundert Franken abschleppen lassen, um dann ein Ersatzteil im Wert von 6 Franken zu wechseln, das war für mich keine Option. (zu teuer). Die Lösung? Einer unserer Söhne arbeitet ganz in der Nähe, wo wir die Panne hatten. Er machte etwas früher Feierabend und schleppte uns dann an unseren Bestimmungsort, bestellte das Ersatzteil im Internet und baute es uns am Montag ein - gut wenn man so einen Sohn hat.



Erfreuliche Entwicklung des Landwirtschadftsprojektes

Vor unserer Rückkehr nach Europa konnte ich noch mit meinen Mitarbeitern die wichtigsten Schritte für die zweite Phase besprechen und einen Finanzplan erstellen, so dass unser einheimischer Verwalter die finanziellen Dinge gut abwickeln kann. Meine Mitarbeiter im Landwirtschaftsprojekt haben auch WhatsApp, so kann ich mit ihnen auch direkt kommunizieren und sie senden mit ab und zu ein Bild, damit ich am Geschehen teilhaben kann. Es freut mich, dass sie trotz meiner Abwesenheit motiviert weiterarbeiten.

Hier zwei Bilder von Anfang April:



Aktuelle Bilder von dieser Woche:



Sieht gut aus - ich bin stolz auf
"meine" Jungs!


Wir hoffen, dass es trotz der Coron-Krise gut weiter
geht und im Juni die Ernte dann gut verkauft werden
kann und nicht gestohlen wird.


Donnerstag, 2. April 2020

Moyo Mucuru hat Zwangspause!

Wie in Deutschland und der Schweiz sind auch in Mosambik alle Schulen geschlossen. Die vielen Einschränkungen (Bewegungsfreiheit, viele Geschäfte geschlossen etc.) sind für die Menschen noch viel schwieriger als in Europa. Die Meisten leben von der Hand in den Mund. Wenn z.B. jemand keine Kleider oder Werkzeuge mehr auf dem Markt verkaufen darf, dann hat er auch kein Geld mehr, um sich was zu essen kaufen. Sozialhilfe oder andere Unterstützungen gibt es in Mosambik nicht. Die Massnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern sind einerseits sinnvoll, doch verursachen sie andererseits  weitere Probleme.


Solche fröhliche Bilder, wie beim Geburtstagsfest unserer
Schule am 3. März, wird es wohl einige Zeit nicht mehr geben.



Wir haben etwas vorgesorgt, doch wenn die Krise länger andauert, erhalten wir von den Eltern kein Schulgeld mehr. So wird es schwierig, unseren über 40 Mitarbeitern weiterhin einen Lohn bzw. zumindest einen Teil ihres Lohnes auszuzahlen, damit sie sich jeden Monat etwas für sich und ihre Familien zum Essen kaufen können. Da brauchen wir Gottes Hilfe. Danke für eure Gebete.

Mittwoch, 1. April 2020

Trotz vieler Einschränkungen geht das Landwirtschaftsprojekt weiter


Gleich nach Abschluss der ersten Ernte, habe ich mit meinen Mitarbeitern die zweite Phase geplant und dafür einen Finanzplan erstellt, an dem sich unser einheimischer Verwalter nun orientieren kann.


In dieser Phase wird hauptsächlich Salat und verschiedene Sorten von Kohl angepflanzt. Dies kann dann im Juni geerntet werden. Danach werden dann die Pflanzen für die Tomaten vorbereitet, die dann im September angepflanzt werden sollen, damit die Ernte Anfang Dezember stattfinden kann. Vor Weihnachten ist die beste Zeit für den Verkauf von Tomaten. So ist der Plan - wir hoffen, dass die Coronakrise nicht alles durcheinander bringt.


zwei aktuelle Bilder von gestern




Kurz vor unserer Abreise konnten wir noch auf dem unteren Gelände ca. 100m Zaun verlegen (2m hoch), um die Grundstücke bzw. die Häuser unserer Mitarbeiterfamilien besser zu schützen.


Ob mein Maurer (mit seinem Helfer) die Arbeiten von 5 Häusern in Nhamatanda abschliessen kann, hängt von den Einschränkungen der Regierung während der Coronakrise ab. 4 Häuser sind fast gemauert. Sollte er nicht weitermachen können besteht die Gefahr, dass das bereits gekaufte Material gestohlen wird, da er ja seinen Wohnort in Chimoio hat.


Weitere geplante Bauprojekte in Beira müssen vorläufig ruhen, sowie die Lebensmittellieferungen können erst weitergeführt werden, wenn wir wieder zurück sind. Wann das sein wird, das ist  im Augenblick schwer vorhersehbar. Gut zu wissen, dass unser himmlischer Vater alles unter Kontrolle hat.


Schweren Herzens haben wir uns für eine vorläufige Rückkehr nach Europa entschieden


Nach der Aufforderung der Deutschen Botschaft in Maputo über eine Rückkehr nach Europa nachzudenken und Gesprächen mit den Missionsverantwortlichen in Deutschland und der  Schweiz, sowie mit unserer Familie, haben wir uns zu einer vorläufigen Rückkehr nach Deutschland entschieden. Wir sind am Montagabend vergangener Woche nach einer 3-tägiger Reise in Frankfurt gelandet. Zur Zeit befinden wir uns in unserer kleinen Missionarswohnung im Nordschwarzwald. Per Mail und WhatsApp sind wir mit unseren Leuten in Mosambik weiter verbunden und können vieles von unserem jetzigen Homeoffice aus koordinieren. Dass wir in den letzten Jahren unsere Mitarbeiter zur Selbstständigkeit angeleitet haben, kommt uns jetzt zu Gute, auch wenn sie noch nicht ganz alleine klar kommen.


Zur Zeit ist es im Nordschwarzwald noch ziemlich kalt, jedoch versuchen wir jeden Tag eine gewisse Zeit in der schönen Natur zu verbringen. Hier ist es kein Problem den Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten, da einem fast niemand unterwegs begegnet.


An schattigen Stellen hat es noch etwas Schnee.


Wir nutzen diese ungeplante Auszeit auch um uns von den
doch sehr anstrengenden letzten Monaten in Mosambik zu erholen.


Andrea auf der Burgruine Tannenfels